Donau-Schiffahrts-Museum Regensburg

Am Ufer der Donau liegen die beiden Museumsschiffe, im Schatten des Regensburger Domes: im Vordergrund die „Freudenau“, dahinter die „Ruthof“ bzw. „Ersekcsanad“.
„Die Donau als der längste in West-Ost-Richtung fließende Strom Europas hat eine uralte Schifffahrtstradition vorzuweisen. Die bunte Vielfalt der verschiedenen Völker am Wasser, die harten gesellschaftspolitischen Gegensätze und natürlich auch der sich immer wieder anders gebärdende Fluß führten dazu, daß die Geschichte der Donau und ihrer Schifffahrt zu einem der interessantesten Kapitel europäischer Kulturgeschichte wurde. Wohl liegen die Anfänge der Donauschifffahrt im Dunkel der Geschichte, aber vom frühen Mittelalter bis in die Jetztzeit haben sich viele Zeugnisse der Schifffahrtsgeschichte erhalten.
Regensburg, die alte Handelsstadt mit dem größten bayrischen Hafen, der Donaulände mit den alten Speichern und dem Schiffsdurchzug an der Steinernen Brücke ist der geeignete Ort, die Tradition der Donauschifffahrt museal darzustellen.“
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Ein qualitativ hochwertiges Modell stellt diese Schiffsmühle dar; links davon in ebenfalls exzellenter Qualität eine historische Werft. |
Mit diesen Worten beginnt der Museumsprospekt des Donauschiffahrtsmuseums in Regensburg, welches dort seinen Platz seit Mai 1983 auf dem Schiff „Ruthof“ gefunden hat. Dieses kleine Museum beschäftigt sich sachbezogen nur mit der Geschichte der Schifffahrt auf dem mittleren Lauf der unteren Donau.
So präsentieren sich unweit der Regensburger Altstadt in Sichtweite des Domes zwei Schiffe, am Ufer der Donau verankert. Da ist zum einem die „Ruthof“ oder auch „Ersekcsanad“, der letzte noch existierende Raddampfer auf der Donau von 1923. Dieses Schiff führt als Museum erstaunlicherweise zwei Namen: „Ruthof“ hieß es bis 1944 unter deutscher Flagge, als es bei der Stadt Ersekcsanad in Ungarn auf eine Mine lief und sank. Erst 1958 wurde das Wrack von den Ungarn geborgen, repariert und unter dem neuen Namen „Ersekcsanad“ wieder in Betrieb genommen. 1979 gelang es dann dem Arbeitskreis Schiffahrts-Museum Regensburg e.V., das inzwischen veraltete und außer Dienst gestellte Schiff zu erwerben, zu renovieren und somit 1983 als Museum zu eröffnen.
Das zweite Schiff, der Schraubendampfer „Freudenau“ von 1942, gesellte sich nach Ende seiner Dienstzeit, 1997, zu dem Museum, noch immer sind Restaurierungsarbeiten im Gange und nicht alles kann daher im Augenblick betreten werden. Auch liegt noch kein Informationsmaterial über dieses Schiff vor, zu frisch ist noch die Farbe, mit welcher dieses Schiff den Besucher begrüßt; es wird noch fleißig gewerkelt und an der Substanz gearbeitet.

Der Maschinenraum der „Ruthof“ mit den gewaltigen Hubkolben, welche die Kraft der Maschine auf die Schaufelräder übertragen. 1932 wurden die Kessel auf Ölfeuerung umgestellt, vor diesem Umbau lief der Raddampfer mit Kohlefeuerung.
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Die ausgestellten Modelle sind von unterschiedlicher Qualität, einige Modelle sind sogar an die 100 Jahre alt und liebevoll restauriert worden; es ist verständlich, dass dabei heutige Maßstäbe nicht angesetzt werden dürfen.
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Beide Museumsschiffe können natürlich größtenteils begangen werden, und im Rumpfinneren des Raddampfers erwarten den interessierten Besucher eine Vielzahl an Räumen, deren ursprüngliche Bestimmung anhand von Tafeln nachgelesen werden kann. Heute präsentieren sich in vielen dieser Ausstellungsräume Vitrinen mit Modellen, Originalausrüstungsgegenstände von Schiffern und eindrucksvolle Arbeitsgeräte des Binnenschiffers wie zum Beispiel die Eissäge. Im Groben umrissen wird auch die Geschichte der Donauschifffahrt dargestellt, von ihren Anfängen mit Einbäumen in der grauen Vorzeit über die Schleppzüge bis hin zu den Partikulieren und Schubschiffen der Neuzeit, wobei natürlich die besonderen Eigenarten der Donau im Verhältnis zu anderen Flüssen, wie dem Rhein, angesprochen werden. Angehörige des Museumvereines stehen gerne zu einen Schwätzchen oder für Fachfragen zur Verfügung.
Wer sich für die Geschichte der Flussschifffahrt und hier der Donau im besonderen interessiert, sollte sich dieses Museum merken und bei passender Gelegenheit einen Abstecher zu diesem Kleinod machen – es lohnt sich wirklich!
Öffnungszeiten:
April - Oktober täglich 10 –17 Uhr
Anschrift:
Donauschiffahrtsmuseum Regensburg
Postfach 11 05 10
D-93018 Regensburg
Tel. 09 41/5 25 10 (Museumskasse)
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