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23.12.09 15:04 Alter: 254 days

Foto: Michael Bera

Stiftung Hamburg Maritim übernimmt Schlepper Fairplay VIII

Er war unrentabel geworden – zu klein, zu schwach, zu alt. Mit anderen Worten: Der Schlepper FAIRPLAY VIII war ein Fall für die Abwrackwerft. Doch die Vorstellung, das technisch einwandfreie Schiff mit der originalen 60er Jahre Ausstattung einfach zu verschrotten, erschreckte Jörg
Mainzer. Der Chef der FAIRPLAY-Reederei suchte eine Alternativlösung und fand sie in der Stiftung Hamburg Maritim. Zum symbolischen Preis von 1 Euro übernahm diese den Schlepper im vergangenen Sommer.
FAIRPLAY VIII ist mit 47 Jahren nicht nur das neueste, sondern auch das jüngste Schiff der Stiftung. Sein Denkmalwert ist trotzdem hoch, vor allem aufgrund der weitgehenden Unversehrtheit von Bau, technischer Ausstattung und Inneneinrichtung. Bemerkenswert ist der geräumige Maschinenraum mit dem voll funktionsfähigen 7-Zylinder-MAN Diesel. Auch fast alle anderen Komponenten sind noch aus der Bauzeit und stammen von namhaften deutschen Herstellern wie Siemens & Halske, AEG, Atlas-Werke und Lohmann & Stolterfoht. Mit einer Länge von 24,55 Metern und einer Breite von 7 Metern wirkt der Schlepper – verglichen mit heutigen – klein, aber kräftig und solide. Die einzige Veränderung im Aufbau war ein nachträglich montierter Wetterschutz über dem Peildeck, der bereits wieder demontiert wurde. Die unveränderten Wohn- und Arbeitsräume unter Deck zeigen die
betont funktionelle Ausstattung, wie sie für die 60er Jahre typisch war.
Vom nächsten Frühjahr an wird FAIRPLAY VIII – dann in den Original-Farben braun/weiß/schwarz – wieder durch den Hafen schippern. Dafür setzen sich mit großem Engagement die „Freunde des Schleppers FAIRPLAY VIII e. V.“ ein. Der Verein wurde im November gegründet, zum Ersten Vorsitzenden wurde Kapitän Frank Arnold gewählt, zu seinem Stellvertreter Klaus Maurer. Den Winter über stehen einige Arbeiten an Deck und in der Maschine an. Zur Saison 2010 soll der Schlepper nach erfolgter Abnahme als Traditionsschiff für Tagesfahrten mit bis zu 30 Personen genutzt werden. Sein Heimathafen ist der Sandtorhafen in der HafenCity. Der junge Verein freut sich über Verstärkung!
Weitere Informationen finden Sie unter:

www.stiftung-hamburg-maritim.de