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Deutsche Liga Meisterschaft in Heusenstamm
26-27.04.2008
Text: Sigrid East, Photos:Colin East
Die Deutsche Liga Meisterschaft wurde in diesem Jahr von der Liga Mitte ausgerichtet und so lud der Verein MSC Heusenstamm ein. Anreisetag war wie immer der Samstag zwecks eines gemütlichen gemeinsamen Abends und natürlich der Auslosung der Gruppen. Selbstverständlich wollten alle auch schon einmal Gelände und Gewässer besichtigen. Ein wirklich wunderschönes Gelände, an das eine Kleingartenanlage grenzt, mit der sich der Verein gegenseitig arrangiert. Bemerkenswert ist vor allem, was die Stadt dort für den Verein tut, da wird sogar der Steg bezahlt und wenn der Wasserstand zu tief ist, rückt die Feuerwehr an um ihn aufzufüllen. Davon können andere Vereine nur träumen. Der Park, in dem sich diese Anlage befindet, lud diejenigen zum Spazierengehen ein, die kein Schiffchen fahren ließen. Nach der Erkundung des Ortes Heusenstamm fanden wir uns im Hotel ein, um vor der Veranstaltung noch etwas auszuruhen.
Gegen 18:00 Uhr begaben wir uns in einen Konferenzraum des Hotels in dem wir alle untergebracht waren, was wir alle begrüßten, da keiner mit dem Auto fahren musste. So konnte sich mancher auch ein Bierchen gönnen. Als wir alle saßen und ein Getränk bekommen hatten begrüßte uns der 1. Vorsitzende und gleichzeitig Landesgruppen-Geschäftsführer der Gruppe Mitte, Klaus Kolb. Ebenfalls begrüßte uns der Bürgermeister der Stadt Heusenstamm, womit der offizielle Teil beendet war und das Essen aufgetragen werden konnte. Nachdem wir alle gesättigt waren, begann Klaus Kolb mit der Auslosung der Gruppen. Aber er wurde gestört: ein Clochard betrat den Raum – Klaus Kolb war machtlos gegen ihn, denn er zog uns sofort in seinen Bann mit Witz und Charme, mit Zaubertricks und viel Humor, holte sich sogar Verstärkung aus dem Publikum, so dass kein Auge trocken blieb. Das war eine willkommene Abwechslung. Nachdem wir uns alle wieder gesammelt hatten ging es dann auch wirklich mit der Auslosung los. Als Glücksfee ist Daniel Borgstahl ausgewählt worden.
Die Sieger der einzelnen Landesgruppen waren schon in den jeweiligen Gruppen A, B, oder C gesetzt. Dazu wurden die restlichen neun Vereine gezogen (siehe Tabelle). Zum Schluss wurde der Kurs erklärt, da es kein Standard Naviga Kurs war, musste man sich zeigen lassen wo es lang geht. Den Rest des Abends wurde natürlich gefachsimpelt. Was für Chancen man hat und wie gut der Gegner ist? So ließen wir den Abend langsam und gemütlich ausklingen.
Gruppe A | Gruppe B | Gruppe C |
SMC Fulda | SMC Oberhausen | SMC Cuxhaven |
SMC Kassel | DMS Neumünster | WSC Witten |
NC Castrop-Rauxel | SMBG Beluga | MSC Heusenstamm |
SMC Gudow | MBC Büdingen | SMC Wuppertal |
Der Start war für Sonntagmorgen 09:00 Uhr angesetzt und so konnten wir uns noch einem ausgiebigen Frühstück hingeben. Bei strahlendem Sonnenschein ging’s dann zum Wettbewerbsgelände, wo die Heusenstammer schon mit geöffneter Küche auf uns warteten. Pünktlich um 09:00 Uhr standen die ersten Mannschaften am Start bereit, aber erst einmal wollte Colin East den Kurs austesten, um so den Schwierigkeitsgrad festzustellen. Da Colin nur als Liga-Obmann der Gruppe West anwesend war, durfte er das. Somit konnten alle Teilnehmer und Schiedsrichter Colin beobachten und sehen, ob er richtig oder falsch gefahren ist. Nach seinem Testlauf ging es dann mit der ersten Mannschaft der Gruppe A los:
Fulda, die von 420 möglichen Punkten 364 erreichten. Als zweite Mannschaft ging Oberhausen aus der Gruppe B an den Start und gab mit 380 keine schlechte Vorlage. In der Gruppe C war Cuxhaven als erste Mannschaft am Start, und fuhr 355 ein. Dann war wieder Gruppe A mit Kassel an der Reihe, die 352 Punkte holten. In Gruppe B gingen „de Modellschippers“ als zweite Starter ans Wasser, mit 304 Punkten verließen sie den Steg zutiefst unglücklich. Man muss dazu erwähnen, dass ein Schiff technische Schwierigkeiten hatte. Mit einem Ersatzschiff eines anderen Vereins konnte die Fahrt in der noch übrig gebliebenen Zeit fortgesetzt werden, was eigentlich nicht der Regel entspricht, aber alle Teilnehmer waren einverstanden.
In Gruppe C startete als nächstes Witten mit 350 Punkten. Die Castroper, als dritte der Gruppe A, erreichten 361, die Belugas aus Gruppe B erfuhren 349 Punkte und der ausrichtende Verein MSC Heusenstamm in der Gruppe C erreichte 384 Punkte.
Als letzte Mannschaft der Gruppen startete Gudow, die 345 Punkte erschipperten, gefolgt von Büdingen, sie erreichten 324 und als letzte Mannschaft der ersten Vorrunde schaffte Wuppertal 335 Fahrpunkte. Somit waren die ersten Läufe beendet und jetzt heiß es sich noch zu verbessern, um sich fürs Halbfinale zu qualifizieren.
Im zweiten Lauf erreichte der SMC Fulda mit 396 Fahrpunkten die Höchstzahl, die nur noch im Finale getoppt wurde.
Damit waren die folgenden Vereine fürs Halbfinale Qualifiziert:
Halbfinale
Gruppe A | Gruppe B |
SMC Fulda 380 Punkte | SMBG Beluga 368 Punkte |
SMC Kassel 338 Punkte | WSC Witten 384 Punkte |
MSC Heusenstamm 392 Punkte | SMC Oberhausen 358 Punkte |
Fürs Halbfinale sind die Gruppen neu ausgelost worden und als erste Mannschaft war wieder Fulda an der Reihe. Jetzt hieß es noch mal alles geben und Nerven bewahren. Die Nerven behielten Fulda, Heusenstamm, Beluga und Witten. Sie waren somit für das Finale qualifiziert. Ausgeschieden sind leider Kassel und Oberhausen. Jetzt wurde entschieden, wer Deutscher Clubmeister werden sollte. Für die Startreihenfolge des Finals wurden Lose gezogen.
Finale
MSC Heusenstamm
SMBG Beluga
WSC Witten
SMC Fulda
Heusenstamm legte mit sagenhaften 402 Punkten vor, was so manchen schon ins schwitzen brachte. Beluga konnte mit 330 nicht wirklich kontern, aber die Wittener hatten wohl auch noch gute Nerven, denn mit sage und schreibe 400 Punkten blieben sie auf Schlagdistanz. Was konnte jetzt Fulda herausfahren? Sie kamen nicht an die 400er Grenze, leider erreichten sie nur 380 Punkte, ihre Bestleistung aus den Vorrunden konnten sie somit nicht weiter verbessern.
Hiermit stand der neue Deutsche Clubmeister fest: der MSC Heusenstamm, der Helmut Thomas Pokal (Beste Mannschaft des Jahres) ging ebenfalls an die Heusenstammer.
Der Wolf-Rüdiger Berres Pokal für den besten Jugendlichen, der nur aus den ersten beiden Vorrunden ermittelt wird, ging an Dennis Hartmann vom NC-Castrop-Rauxel.
Allen einen Herzlichen Glückwunsch.
Somit ging eine wunderschöne Deutsche Clubmeisterschaft zu Ende. Wir danken dem MSC Heusenstamm für die gelungene Ausrichtung.
Endergebnisse
Verein | Vorrunde | Halbfinale | Finale | Gesamt Fahrpunkte | Platz |
MSC Heusenstamm | 394 | 392 | 402 | 1188 | 1 |
WSC Witten | 382 | 384 | 400 | 1166 | 2 |
SMC Fulda | 396 | 380 | 380 | 1156 | 3 |
SMBG Beluga | 357 | 368 | 330 | 1055 | 4 |
SMC Oberhausen | 384 | 358 | 0 | 742 | 5 |
SMC Kassel | 374 | 338 | 0 | 712 | 6 |
SMC Wuppertal | 382 | 0 | 0 | 382 | 7 |
SMC Cuxhaven | 378 | 0 | 0 | 378 | 8 |
NC Castrop-Rauxel | 372 | 0 | 0 | 372 | 9 |
SMC Gudow | 371 | 0 | 0 | 371 | 10 |
"de Modellshippers" | 334 | 0 | 0 | 334 | 11 |
MBC Büdingen | 324 | 0 | 0 | 324 | 12 |





