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2. und 3. Lauf der NDMTTM 2007 in Hannover und Seesen

Der Ural von Joachim Niechoy
Das Auto von Willy Voss
Der Ural von meinem Vater (links) und der Unimog von Andreas Nibbe (rechts)
Der Unimog von Andreas Nibbe
Mein MAN
Der Mercedes von Martin Holzapfel
Der MAN von Tim Holzapfel
Papas Ural

von Jana Träbing

Hannover
Der zweite Lauf der NDMTTM 2007 fand am 02.09.2007 in Hannover statt. Mein Vater, Joachim Niechoy und ich fuhren gegen 8:00 Uhr in Göttingen los. Zum Glück mussten wir diesmal nicht so weit fahren. Nach ungefähr einer Stunde waren wir dann auch schon auf dem Vereinsgelände des MTC-Hannover angekommen. Zuerst haben wir unsere Trial-LKW ausgeladen. Ich ging mit meinem MAN 8×8×2 an den Start. Ein paar Wochen zuvor hatte ich in Vechta den 5. Platz belegt, also hätte ich eigentlich die Sektion 5 eröffnen müssen. Da aber ca. die Hälfte aller angemeldeten Leute nicht zur Veranstaltung in Hannover erschienen war, wurde ich um zwei Plätze nach vorne verschoben und musste somit die 3. Sektion eröffnen. Insgesamt gab es wie gewöhnlich sechs Sektionen. Als kleine Überraschung hatte Martin Holzapfel festgelegt, dass es nur freie Sektionen gab. Die Reihenfolge der Tore war also in jeder Sektion frei wählbar. Deshalb sollte es eigentlich auch ein Zeitlimit von zehn Minuten geben. Da aber so wenige Teilnehmer gekommen waren, hatten wir genug Zeit um ohne ein Zeitlimit fahren zu können. Nachdem sich dann die jeweils ersten Fahrer der Sektionen überlegt hatten, in welcher Reihenfolge sie die Tore fahren wollten, ging es endlich los. Die erste Sektion verlief eigentlich ganz gut für mich, denn ich bin zum Glück nicht umgefallen, obwohl die Sturzgefahr in dieser Sektion recht groß war. Umfallen ist mit 120 Fehlerpunkten so ziemlich das Schlimmste was einem beim Trial passieren kann. Sektion 6 war eine reine Kies- und Sandsektion. Das bedeutet natürlich auch, dass man sich auf dem losen Untergrund schnell festfahren kann. Außerdem gab es dort auch noch eine ziemlich schmale Steinbrücke, von der man sehr leicht herunterrutschen konnte, was mir leider auch einmal passierte. Das ist natürlich für ein 8 kg schweres Auto nicht so gut, wenn es in die Tiefe stürzt. Aber Gott sei dank ist nichts kaputt gegangen. Ich hatte Glück, dass der MAN nach dem Sturz auf allen acht Rädern landete, denn so konnte ich einfach weiterfahren, ohne für einen manuellen Eingriff die dann fälligen 120 Punkte zu kassieren. Ein Tor in dieser Sektion war oben auf der Kuppe eines schmalen Hügels und da mein Truck ziemlich lang ist, habe ich in beiden Runden gar nicht erst versucht dieses Tor anzufahren, da ich mir gedacht hatte es würde mich weniger Fehlerpunkte kosten, wenn ich dieses Tor einfach auslasse. Die Sektion 5 lag an einem steilen Hügel. Man musste sehr aufpassen, dass man nicht seitwärts hinunterrollt. Das ist mir aber zum Glück nicht passiert. Diese Sektion hat mir überhaupt am besten gefallen. Der gesamte Parcours war nicht ganz einfach zu fahren. Gegen Mittag haben wir dann eine kleine Pause mit Bratwürstchen gemacht. Nachdem in der ersten Runde alle Sektionen einmal gefahren wurden, musste man den Zettel, auf dem die Komissarios die Fehlerpunkte aufgeschrieben haben, abgeben. Erst dann bekam man den Zettel für die zweite Runde. An diesem Tag ging im Gegensatz zur Veranstaltung in Vechta nichts an meinem Auto kaputt, das war schon eine wichtige Voraussetzung für eine gute Platzierung. Als dann jeder seine zwei Runden gefahren war, wurden alle Zettel fertig ausgewertet. Anschließend wurden alle zur Siegerehrung zusammengerufen. Joachim Niechoy ist mit seinem Oshkosh 6×6×4 Sechster geworden, ich bin auf den dritten Platz gekommen, und mein Vater konnte den ersten Platz belegen. Der 2. Platz ging an Andreas Nibbe.

Seesen
Mein Vater, Andreas Behrens, Joachim Niechoy und ich haben im vergangenen Jahr schon beim Aufbau der Trialstrecke geholfen. Eine Woche vor der Veranstaltung sind Joachim, Papa und ich nach Seesen gefahren und haben mit Entsetzen festgestellt, dass das Unkraut mindestens einen Meter hoch auf dem Parcours stand. Als wir dann das Gröbste geschafft hatten, konnten Joachim, Papa und ich uns endlich Gedanken über den eigentlichen Parcours machen. Nach einigem Überlegen, wie die Wege durch die Sektionen verlaufen sollten, haben wir noch einige Stellen etwas einfacher gestaltet. Es ist sehr schwierig gewesen sich vorzustellen, ob und wie ein weniger geländegängiges Trial-Fahrzeug mit den verschiedenen Stellen in den Sektionen fertig werden könnte.
Um die notwendigen Torstangen mussten wir uns am Samstag eine Woche vor dem Lauf in Seesen auch noch kümmern. Wir wussten, dass eine Trialkiste mit allen Torstangen und Sektionsschildern und weiterem Zubehör bei Roger Fratzscher war. Wenn wir diese mit der Post hätten kommen lassen, hätte das noch mehr gekostet, als die benötigte Ausrüstung einfach selber zu machen. Am Tag vor der Veranstaltung waren aber immer noch keine Torstangen da. So musste Bernhard Topa eben noch mal losfahren, um die Sachen zu kaufen, die wir noch brauchten. Dann haben wir, einen Tag vor dem Wettbewerb, noch angefangen Torstangen anzufertigen. Als dann endlich der Tag des Wettbewerbs gekommen war, war ich dann doch etwas aufgeregt. Als alle da waren, obwohl es diesmal mit 16 Teilnehmern nicht sehr viele waren, ging es endlich los. Ich musste logischer Weise die 3. Sektion eröffnen. Diese Sektion lag auf einem größeren Hügel. Nur an manchen Stellen war ich einfach zu klein, um alles genau sehen zu können. Aber es hat trotzdem ganz gut geklappt. Insgesamt musste man bei dieser Veranstaltung ziemlich viel rangieren. Letztes Jahr hatten wir in einer der Sektionen ein Wasserloch integriert, aber das war dann am Ende so matschig, dass wir es dieses Jahr weggelassen haben. Diese Sektion war eine freie Sektion. Immerhin war sie ganz flach, so dass man gut sehen konnte. Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung waren zwar etwas chaotisch, aber das Fahren hat trotzdem Spaß gemacht. An diesem Wochenende ging der 1. Platz an meinen Vater, Zweiter wurde Martin Holzapfel und auf dem 3. Platz landete Andreas Nibbe. Ich habe, mit nur 5 Punkten mehr, den 4. Platz erreicht.