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Intermodellbau Dortmund 2008
von Oliver Bothmann
Auch wenn man in einigen anderen Modellbaubereichen über die Entwicklung der Dortmunder Intermodellbau zum Klagen neigt – für den Truckmodellbau ist diese Veranstaltung immer noch eine feste Größe. Dies liegt sicherlich auch daran, dass man hier viele Modellbauer – aber auch einige Hersteller und Händler – sieht, die sich auf anderen Veranstaltungen rar machen.
Auf jeden Fall lebt diese Messe von den verschiedenen Parcours, die von unterschiedlichen Vereinen und Interessensgruppen bestückt werden.
Kleiner Maßstab mal Zwei
Im kleinen Maßstab fanden sich, wie stets in der Halle 5, gleich zwei Parcours. Auf dem Gelände des TMC '88 Berlin e.V. und des FMT Rhein Ruhr e.V. war Arbeit wie in echt angesagt. Der FMT hatte dazu zwei Speditionshöfe aufgebaut, auf denen viele kleine Gabelstapler damit beschäftigt waren, Truckmodelle zu beladen. Die Waren wurden dann auf dem direkten Weg zur anderen Spedition transportiert und dort wieder entladen. So hatten auf diesem Parcours einmal auch die Straßen-LKW- und Gabelstapler-Fahrer Aufgaben zu bewältigen. Besondere Hingucker auf den Speditionshöfen waren dabei auch die Container- und Wechselbrückenversetzfahrzeuge, die zwar äußerlich recht eckig wirken, aber eine tolle Technik – und hohen „Spielwert“ – beinhalten.
Die Baumaschinenfahrer hatten natürlich auch jede Menge zu tun und arbeiteten rund um eine eigens angefertigte Baubrücke. Über diese ungesicherte Verbindung musste dabei eine Menge Erdreich transportiert werden.
Ein Highlight war sicherlich die Holzerntemaschine von TRUCKMODELL-Autor Ulrich Sprenger, die er in Dortmund zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Mit voll funktionsfähiger Sägeeinrichtung machte er so richtig Kleinholz und fällte Baum um Baum auf dem Parcours. Mehr über dieses tolle Modell werden Sie in Kürze in der TRUCKMODELL lesen können.
Bewährt hat sich auf dem Parcours von TMC und FMT auch ein morgendliches Fahrerbriefing, welches von Wolfgang Becker und Arnd Frohleiks durchgeführt wurde. So konnten anstehende Fragen und kleine Probleme schnell aus dem Wege geschafft werden. Bei einer Veranstaltung, die so lange dauert wie die Dortmunder Intermodellbau ist dies natürlich besonders wichtig.
Dominierendes Merkmal des Parcours des Mini-Truck-Clubs Recklinghausen war die 14 Meter lange Hängebrücke, die – an einem 2,65 m hohen Pylon aufgehängt – das Gelände diagonal überspannte. Eine tolle Idee war auch die „Zusammenlegung“ des Baumaschinenbereichs mit einem kleinen Truck-Trial-Gelände. So hatten die Freunde der unbefestigten Straßen aus beiden Gruppen die Möglichkeit zusammen zu zeigen, was in ihren Modellen steckt.
Nicht nur die eigenen Vereinsmitglieder, auch Gastfahrer aus der näheren und weiteren Umgebung, aber auch aus den Niederlanden und Tschechien, nutzten diesen Parcours um ihre Modelle dem interessierten Publikum zu zeigen, neue Modelle zu erproben aber natürlich auch zum ausgiebigen Fachsimpeln. Der Charakter der Dortmunder Messe als eine Art „Familientreffen“ der Truckmodellbauer wird dabei immer besonders deutlich.
Große Familie bei den Großen
Auch bei den 1:8ern ist der Familientreffencharakter der Dortmunder Messe unverkennbar: Man kennt sich und arbeitet Hand in Hand zusammen. Und das oft ganz wörtlich, denn wie Friedrich Wagener es ausdrückt: „Der Parcours gehört allen und alle müssen daran mitarbeiten.“ So zum einen bei der eigentlichen Organisation, aber auch ganz maßstabsgetreu bei einer Aufgabe, die auf dieser Messe das erste Mal gestellt wurde: Zum 30jährigen Jubiläum der Intermodellbau sollte die Auffahrt zu einer Brücke mit Hilfe der Modelle fertig gestellt werden, was natürlich rechtzeitig zum Messe-Ende gelang.
Gut klappte an diesem Gelände auch das Zusammenspiel mit den direkt angrenzenden Panzer-Modellbauern der Reservistengemeinschaft. Die Fahrzeiten wurden genau eingehalten, so dass es zu keinen Problemen kam.
Insgesamt waren 35 Modellbauer mit circa 70 Modellen auf dem Parcours des Maßstabs 1:8 vertreten – erwähnenswert dabei ist, dass offensichtlich auch Frauen Interesse an diesen großen Maschinen bekommen, denn in diesem Jahr waren immerhin schon zwei Damen als aktive Teilnehmer mit eigenen Modellen vertreten.
















