Zum Shop

Auf Nummer sicher

Mittwoch, 14.04.2021 von Stefan Kerwer Auf Nummer sicher

Eigenbau eines Verkehrssicherungsanhängers (VSA)

Ich suchte schon seit einiger Zeit nach einem Modell eines VSA für meine Modellbaufirma „sk Bau und Transport“. Die Firma Bruder hatten diesen Anhänger wohl mal im Sortiment. Da dieser jedoch aus dem Programm genommen wurde, war es aber schwierig, an so einen als gebrauchtes Modell heranzukommen. Ich entschied mich, diesen Anhänger komplett selbst zu bauen.

Als Erstes war wieder die Suche im Internet nötig, um geeignetes Infomaterial in Form von Fotos zu erhalten. Auch fand ich einen Vordruck einer Signaltafel, welchen ich später dann im Maßstab 1:16 ausdruckte. Dieser diente mit den Maßen dann als Vorlage für die Übertragung auf die Polystyrolplatte.

So machte ich mich an den Rahmen. Diesen fertigte ich aus 3-mm-Messingvierkantrohr, welches ich noch am Lager hatte. Für die Achsaufnahme lötete ich ein Rundrohr mit 3 mm Innendurchmesser an.

 

 

Danach fertigte ich die Kupplungsdeichsel an. Da der Anhänger später an verschiedenen Fahrzeugen angekuppelt werden sollte, baute ich diese verstellbar.

 

 

Da ich hier den VSA recht originalgetreu nachbauen wollte, kam noch ein verstellbares Stützrad hinzu.

 

 

Noch ein paar Räder aus der Krabbelkiste und der Anhänger stand erstmals auf eigenen „Füßen“. Kotflügel aus 0,5 mm Messingblech vervollständigten das Bild. 

Danach wurde der VSA als Probe an ein Zugfahrzeug gehängt. Passte sehr gut, als ersten Test legte ich den Ausdruck der Signaltafel drauf. Sah schon einmal gut aus.

Der nächste Schritt war dann das Bauen der Signaltafel. Hierzu nahm ich mir den Ausdruck vor, der mir zum Übertragen der Maße diente. Die Tafel selbst wurde aus 1,5 mm Polystyrol gefertigt. Von einem Arbeitskollegen lies ich mir eine runde Scheibe per CNC fräsen. Hier kam später der Richtungspfeil drauf.

Nun ging es ans Ausmessen des oberen Teils, in das später die LEDs gesetzt werden. Strich für Strich wurden die Maße vom Ausdruck auf das Polystyrol übertragen, 

Löcher für die LEDs gebohrt und die Tafel schon einmal mit roten Streifen beklebt. Hier verwendete ich Plotterfolie, da ich damit besser zu Recht komme, als mit dem Lackieren.

Nun wurden die einzelnen LEDs in ihre Löcher gesetzt. Diese LEDs stammen übrigens aus einfachen Lichterketten, die es zur Weihnachtszeit in vielen Shops zu kaufen gab. Das war ein großer Vorteil um diese Jahreszeit solch ein Projekt zu bauen. Und so billig kommt man, glaube ich, nie an solche LEDs heran.

Als Elektronik bestellte ich mir frühzeitig eine in Ebay angebotene Blinkelektronik für 1,- € als Bausatz. Mit etwas Experimentierfreude mit den Widerständen und Hilfe eines Arbeitskollegen (Dank an Erwin) konnte ich diese dann so einstellen, dass die oberen zwei großen Blinkleuchten etwas langsamer blinken, als der Pfeil.

An der Front erhielten alle LEDs noch Leuchtkappen, die ich bei der Firma Bürklin bestellte.

 

Nun wurden alle LEDs wie vorgesehen verdrahtet. Damit die Anzeige einen linken und rechten Pfeil anzeigen, musste eine LED in der Mitte für beide Richtung mit Dioden versehen werden.

Die Anschlüsse wurden durch einen Deckel hinten an der Signaltafel verdeckt und die restlichen Kabel nach unten zur Blinkelektronik geführt. Diese sitzt in einer kleinen Kiste direkt an der Tafel. Hier wurde auch der Wählschalter eingebaut.

 

Der VSA wird mit einem 4,8-V-Akku betrieben, welcher in Richtung Deichsel seinen Platz fand, um das Übergewicht hinten etwas zu reduzieren. Der Akku wanderte auch in eine Kiste.

Der blaue Richtungspfeil ist mit einem Magneten befestigt, so kann er in unterschiedliche Richtungen gedreht werden oder gegen ein „Achtung“ Schild getauscht werden.

Zusätzlich wird der Anhänger mit zwei mechanischen Stützen abgestützt. Der Anhänger erhielt noch eine Transportwanne für Leitkegel.

 

 

Als glänzenden Abschluss bekam ich noch von einem Modellbaukollegen (Danke an Heiko) Riffelblech-Reste die mir noch als Verkleidung dienten.

Leider hatte der Anhänger bisher nur „Auslauf im Keller“, aber ich denke im Laufe des Jahres wird er noch auf einigen Parcours zu sehen sein.

 

Fazit

Der Bau des Anhängers war einerseits mit dem vielen Löten eine Herausforderung für mich. Es hat aber auch viel Spaß gemacht, die kleinen Details am VSA zu verarbeiten. Er wird in Zukunft einige Straßentagesbaustellen absichern.

Bei Fragen stehe ich gerne zur Kontaktaufnahme über die Redaktion bereit.

 

Zurück zur Übersicht