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FMT Blog

Freitag, 28.07.2017 von Michael Rützel 1. Park-und Slowflyermeeting in Sömmerda

Danny Götze ist in der Jetszene kein Unbekannter. Seit 2011 veranstaltet er auf seinem Heimatflugplatz in Riepe das sogenannte ostfriesische Jetmeeting, ein hochkarätig besetztes Treffen vieler bekannter Piloten. Da Danny und einige Kollegen ihre Jets auch regelmäßig auf dem Flugplatzfest im westfälischen Hamm zeigen, kam die Idee auf, dieses tolle Gelände für ein zweites Jetmeeting zum Saisonanfang zu nutzen. So fand zwischen dem 25.und 26. März diesen Jahres das inzwischen 4. Hammer Jetmeeting auf dem Flugplatz des Luftsportclub Hamm statt.

Im Zentrum der Stadt
Die Lage des Flugplatzes Hamm-Lippewiesen ist einmalig und ungewöhnlich: An den Ufern der Lippe und des Datteln-Hamm-Kanals liegt dieser kleine Sportflugplatz, fast mittig in der kleinen Stadt Hamm. Die mit Verbundstein befestigte, 600 Meter lange Runway mit der Ausrichtung 06/24 ist ideal auch für unsere Modelljets geeignet. Freundlicherweise verzichten die manntragenden Kollegen des LSC Hamm an diesen Tagen nicht nur auf Platzrunden und versuchen die Starts und Landungen auf ein Minimum zu reduzieren, sie sind auch an der Organisation des Jetmeetings beteiligt.

Der Haupthangar...
... nebst Vereinsheim steht an diesem Wochenende den Modellfliegern komplett zur Verfügung. Die Möglichkeit zum Camping auf dem Fluggelände wird von den teilnehmenden Piloten natürlich auch sehr gerne genutzt, sodass von den anfangs 15 Piloten im Jahr 2013, inzwischen 40 Piloten mit 55 Modellen den Weg nach Hamm fanden, um bei hervorragendem Wetter in lockerer Atmosphäre ein tolles Wochenende zu verbringen. Natürlich kann ich nicht alle Modelle des Treffens präsentieren, drei Flugzeuge möchte ich jedoch exemplarisch vorstellen. Zu diesen drei Modellen habe ich auch jeweils ein Video geschnitten.

Aero L-39 von Dirk Kreuch
Das Modell im Maßstab 1:3,5 hat eine beeindruckende Größe bei einer Spannweite von 2,7 m und einer Länge von 3,5 m. Hergestellt wurden die GFK/CFK-Teile der Maschine in den gleichen Formen, die jetzt von Tomahawk Design genutzt werden. Allerdings wurde das Modell stark modifiziert und ist deutlich leichter als die Serienversionen, da viel mit Wabe und Kohle gearbeitet wurde. So wurde aus Gewichtsgründen auf die Bremsklappen unter dem Rumpf und auf die Landeklappenteile rumpfseitig (Landklappen nur in den Flächen) verzichtet. Der Ausbau des Scalecockpits erfolgte mittels Depron. Viele weitere Scaledetails wurden - ebenfalls gewichtsoptimiert - mit einem 3D-Drucker erstellt. So wiegt zum Beispiel ein Droptank inklusive Waffenträger nur 250 g.



Mit 4,2 Litern Kerosin in den Tanks liegt das Gewicht des Modells unter 25 kg. Wegen des für die Jetcat P200SX doch recht geringen Spritvorrats ist im Modell ein Jeti-Spritsensor verbaut. Das elektrische Fahrwerk ist ein Eigenbau mit GZ-Elektronik und elektrischen Bremsen. Neben einer Smokeanlage sorgt eine Lichtanlage mit einem 1s-LiPo für das vorbildgetreue Aussehen.


Eurofighter Typhoon von Florian Keilwitz
Kurz nach seinen Abnahmeflügen präsentierte Florian Keilwitz seine Typhoon im Maßstab 1:4,3 in Hamm. Mit 3,7 m Länge und einer Spannweite von 2,65 m bringt die 30+29 der deutschen Bundeswehr ein Gewicht von 66 kg auf die Waage. Auf den ersten Blick erscheint das Modell sehr schlicht, bei genauerem Hinsehen beeindruckt das absolut realistische Weathering der EF2000, so sind z.B. selbst die Stiefelabdrücke der Mechaniker auf den Tragflächen und am Rumpf zu sehen, sogar dort, wo sie eigentlich nicht hätten hintreten dürfen... Alle Decals sind lackiert, die Schablonen der Decals sowie die Grundlackierung in mattem 2K-Klarlack wurden von Ralle Schneider (www.tailormadedecals.de) angefertigt.



Das Einzelstück aus Voll-GFK ist vom DMFV abgenommen und zugelassen worden, der Erstflug fand am 10.3.2017 in Oerlinghausen statt. Angetrieben wird das fantastisch aussehende und genauso fliegende Modell von zwei BF Turbines B300F mit je 300 N Schub, die mit insgesamt 11 Liter Kerosin versorgt werden. Die außerdem verbaute Technik: Futaba-Servos Typ BLS 177SV, eine Emcotec-DPSI-2018-Weiche, ein Cortex-Pro-Kreisel und Jeti-Empfänger.



Boeing F/A 18E Super Hornet von Friedhelm Graulich
Ein bekanntes Modell auf vielen Flugtagen ist Friedhelms Graulichs F/A 18E Super Hornet. Aus einer Zusammenarbeit mit Arno Donath entstand die 23,5 kg leichte Maschine schon vor ein paar Jahren. Aufgebaut in klassischer Holz-Halbschalen-Bauweise und einer Tragfläche aus Styro/Balsa, ist die Zelle sehr leicht trotz einer Spannweite von 2,4 m und einer Rumpflänge von 3,2 m.



Auch das aufwendige Finish, welches eine Sonderlackierung der kanadischen Luftwaffe zu ihrem 100-jährigen Bestehen zeigt, trägt zum geringen Gewicht des Modells bei, es besteht aus Oracover-Folie. Das Fahrwerk des mit maximal 250 km/h sehr vorbildgetreu fliegenden Modells ist ebenfalls eine Besonderheit. Der recht komplexe Aufbau dieses Fahrwerks wurde von der Firma Hawe als Sonderanfertigung hergestellt. Angetrieben wird die Hornet von einer Frank Turbine FT-220 light mit 23 kg Schub bei 123.000 U/min. Neben einer Emcotec-Hochstromweiche sind Graupner-DS8511-Servos im Modell verbaut.

 

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