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FMT Blog

Mittwoch, 06.05.2020 von Christian Forrer, Autoren-Beiträge zur Corona-Krise Bau einer Elfe S4A

Wie so viele andere, hat es auch mich in das Home-Office "verschlagen". Seit kurzem ist jetzt auch noch Kurzarbeit dazugekommen. Da sollte man doch meinen, dass man jetzt mehr Zeit hat, um das Hobby etwas intensiver betreiben zu können, oder? Nun, in den ersten Wochen war das nicht so ganz der Fall. Aber inzwischen hat sich alles, mit den neuen Gegebenheiten, eingependelt. Inzwischen macht auch der Bau meines aktuellen Modells jetzt deutlich schnellere Vorschritte. Da ich das meiste des benötigten Materials vor dem effektiven Baustart besorgte, hat mich die plötzliche Umstellung, nur noch online an nötiges Material heran zu kommen, nicht allzu stark "eingebremst".

Bei dem Modell handelt es sich um ein Segelflugzeug, eine Elfe S4A. Das ist eine Schweizer Konstruktion aus dem Jahre 1973, die aber nur ein Muster von vielen ist, aus einer sich über Jahrzehnten entwickelten Elfe-Baureihe. Die erste Elfe entstand im Jahre 1937.

Für mich ist es der erste große Segler, den ich baue, komplett in Holz, wie alle meine Modelle. Die Spannweite wird 4.7 m betragen, bei einem Abfluggewicht von etwas um die 7 kg. Es wird ein Torcman Elektro-Antrieb eingebaut, mit dem das Modell bodenstartfähig sein wird. Aber auch eine Klinke wird eingebaut werden, für den Segelschlepp.
Ich freue mich schon darauf, den ersten Flug machen zu können, was nicht mehr all zu lange dauern sollte. Die Frage, die ich mir natürlich stelle, ist in diesem Zusammenhang: Kann das Eigenbautreffen in Huttwil wie geplant Ende Juni stattfinden? Die Zeit wird es zeigen…

Die rohbaufertigen Tragflächen. Nur Störklappen werden die Landeanflüge «unterstützten». Mehr war damals in den 70er Jahren nicht üblich…

Der Rumpf ist im Prinzip wie ein Bootsrumpf aufgebaut. Ein Spantengerüst, das durch Längsträger stabilisiert ist, wird «rund herum» mit Balsaholz beplankt und danach verschliffen.

Die eingebauten Cockpit-Hauben-Bodenplatte und die beiden Abschlussspanten sind im Rumpf liegend verklebt worden. Ein zusätzliches, temporäres Balsagerüst, stabilisiert die «Hauben-Schale» zusätzlich. Die leichte Unebenheit der Auflage und die Winkel der Abschlussspannten darf sich nicht verändern im weiteren Verlauf der Hauben-Anpassung!

Anhand dieser «Hauben-Schale» habe ich eine Hilfskonstruktion aus diversen Resten gebaut die gerade zur Hand waren (Einkaufen im Baumarkt war ja unmöglich…). So konnte ich anschliessend, die eigentlich von einer ASH 31 (M 1:3) stammenden Haube, an meine Haubenaufnahme anpassen, ohne das ich befürchten musste diese zu deformieren.

Wie man sehen kann, passt die fertig angepasste Haube perfekt zum Rumpf, die Mühe hat sich gelohnt…

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