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FMT Blog

Sonntag, 12.04.2020 von Autoren-Beiträge zur Corona-Krise Die Firma Karosseriestyling Alois Hell

Was hat ein Karosseriebauer mit Flugmodellbau zu tun? Zugegeben, auf den ersten Blick nicht viel. Aber wenn man weiß, dass der Inhaber dieses Betriebs ein sehr aktiver Modellflieger ist, können die ersten Zusammenhänge schon klar werden. Hier die Auflösung!

Der Betrieb

Die Firma „Karosseriestyling Alois Hell“ ist ein 1-Mann + 1-Frau-Betrieb, wobei die (Ehe)frau sich um den Schriftkram kümmert und unterstützend in der Fertigung hilft. Alois ist der Macher, ein sehr erfahrener Fachmann, der sich auf die Fertigung exklusiver Einzelteile oder Kleinserien in GfK/CfK spezialisiert hat. Sie wollen den Ur-Quadro von Audi wieder aufbauen? Kein Problem, Alois hat den kompletten Formensatz für Kotflügel, Türen und Hauben. Für Renn-Trucks baut er Frontschürzen, Dach und Türen und selbst Besitzer von Super-Sportwägen lassen sich von ihm Ersatzteile oder spezielle Sonderanfertigungen herstellen.

Nebenbei restauriert er noch Oldtimer oder zumindest das, was noch von diesen Gefährten übrig ist. Dafür hat er sich noch eine Sandstrahlanlage angeschafft und eine einfache Lackierkabine eingerichtet.

Das Hobby

Alois ist ein aktiver Modellflieger und innovativer Modellbauer. Fertigmodelle, Baukästen? Nein, Alois spielt hier in einer anderen Liga. Entweder nach Bauplan oder nach eigenen Entwürfen, in jedem Fall aber groß. In Voll-GfK wie man meinen könnte? Nein, nur reine Holzkonstruktionen, aus GfK sind höchstens Motorhauben, Radschuhe und Fahrwerke.

So nebenbei

Auf meine Bitte hin hat Alois die Fertigung der Motorhauben, Fahrwerke und Radschuhe für die Bauplan-Modelle der „Joe-Serie“ übernommen. Dazu kommen noch die Motorhauben für das Trainermodell „Karo“ und Doppeldecker „Fieseler Tiger“. Diese GfK-Teile sind entweder bei ihm direkt oder teilweise über den VTH erhältlich. Wer also diese Modelle aus dem VTH-Bauplanprogramm bauen möchte, kann sich sicher sein, auch die dazu notwendigen GfK-Teile zu bekommen.

Endlich zum Punkt!

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Nachbau der „Motorkrähe“. Das Original ist ein Motorsegler mit Druckschraubenantrieb aus den 60er-Jahren. Das Flugzeug wurde nie in Serie, sondern selbst von Hobby-Fliegern in Eigenleistung gebaut. Ein Original ist in der Flugwerft Oberschleißheim ausgestellt.

Mein Nachbau ist im Maßstab 1:2,5 gehalten, was einer Spannweite von 4,80 m entspricht. Angetrieben wird das Modell von einem Elektromotor mit Getriebe. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, werde ich darüber gerne in einen FMT-Beitrag berichten.

Momentan stehen die Lackierarbeiten an. Da Lackieren nicht unbedingt zu meinen Kernkompetenzen zählt und schon gar nicht in dieser Größenordnung, nahm ich die Unterstützung von Alois gerne in Anspruch. Und als Modellbauer weiß er worauf es dabei ankommt: Durch eine nur dünne Lackschicht Gewicht sparen und trotzdem eine schöne Oberfläche erzielen.

Ein nur einfaches Schild weist darauf hin: Hier ist Karosseriestyling Alois Hell zuhause.

Alois vor der vorderen Haube eines Supersportwagens. Ein nur Insidern bekannter „Apollo“, von dem nur 35 Stück gebaut wurden. Und sollte bei einem Rennen ein Missgeschick passieren, Alois macht’s wieder heile.

Dieser Luftauslass ist nicht Serie. Der Besitzer dieses Wagens ließ einen größeren Kühler einbauen und das mehr an Abluft musste ja irgendwie wieder raus. Alois fertigte diesen Auslass als Einzelstücke, aber wenn schon, dann bitte in Sichtkohle!

Und hier kommt meine Motorkrähe ins Spiel. Alois übernimmt freundlicherweise das Lackieren. An das orangefarbige Rumpfboot wird noch der V-förmige Leitwerksträger geschraubt. Der Propeller sitzt am Heck des Rumpfbootes zwischen den beiden Streben des Leitwerkträgers. Die Tragfläche ist 4-teilig und wird auf dem Rumpfboot verschraubt.

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