Zum Shop

FMT Blog

Sonntag, 17.05.2020 von René Bartlomé , Autoren-Beiträge zur Corona-Krise Zwangspause? Wo denn? Die Werkstatt ruft ...!

Grundsätzlich habe ich ja nie Arbeitspause, es sind immer Änderungen/Verbesserungen oder eben Anpassungen anstehend. Wegen einem kapitalen Absturz ist zurzeit Reparaturarbeit in Hülle und Fülle vorhanden.

Meine Eigenbau Voll-GFK-Tempest ist Schrott:

Tragflächenmittelteil und Außenflächen sind reparierbar, wenn auch sehr aufwändig. Der Rumpf muss neu erstellt werden. Da sämtliche Formen vorhanden sind, ist die Reparatur eigentlich bloß eine Frage der Zeit. In den vorhandenen Formen habe ich die Nasenteile der Aussenflächen. laminiert. Da alle Bauteile mit einem Wabenaufbau hergestellt sind, müssen natürlich die Ersatzteile den gleichen Aufbau erhalten. Nach einer Farbeinlage als äußerste Schicht sind zwei Lagen Glasgewebe 50 g und örtliche Verstärkungen aus 90 g Kohle einlaminiert. So muss nun dieser Aufbau mindestens 3 Tage bei mind. 25°C ausgehärtet werden.

Anschließend wird eine Lage 50 g Glas und die 2-mm-Nomexwabe eingelegt und im Vakuum verpresst. Im 3. Anlauf wird dann eine Ablussglaslage 50 g wiederum im Vakuum einlaminiert. Das Anschäften der Neuteile an das reparierte Waben-Flächenteil ist Neuland für mich. Wabenteile „zusammenzukleben“ hat’s in sich.

Vom Tragflächenmittelteil waren nur die reparierten Innenteile (Rippen / Holme) noch zu gebrauchen. In der entsprechenden Form wurden eine Unterseite und eine Oberseite nach gleichem wie vorhin beschriebenem Muster laminiert und anschließend in der Form verklebt.

Der hintere Rumpfteil (ab der Kabinenhaube) war zwar noch ganz, aber ein Anschäften aus meiner Sicht nicht möglich, da bei der sehr detaillierten und sehr dünnen Laminaten der Oberfläche eine Schleifanpassung wohl nicht zum Ziel führen würde. Ein Neubau war unumgänglich. Der Laminataufbau wie oben beschrieben nimmt wegen der verschiedenen Arbeitsschritte viel Zeit ein.

Sobald der Rumpf aus der Form genommen werden kann, geht es weiter mit dem Zusammenbau und den Einbauten. Ich bin zuversichtlich, die Coronazeit als Modellbauer wenn auch mit Einschränkungen zu überstehen.

Zurück zur Übersicht