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Montag, 13.03.2017 Bundesrat kippt 100-Meter-Deckel

Der beharrliche Einsatz der Interessenverbände hat sich ausgezahlt. Die generelle 100-Meter-Höhenbegrenzung außerhalb von zugelassenen Modellfluggeländen ist Geschichte.

Mit Spannung wurde am vergangenen Freitag (10. März 2017) die Entscheidung des Bundesrates über die Novellierung der Luftverkehrsordnung erwartet. Die Länderkammer folgte einem Änderungsantrag des Bundesrats-Verkehrsausschusses und stimmte der von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegten "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten” nur unter der Maßgabe von substantiellen Änderungen zu. DMFV und DAeC begrüßten diese Entscheidung. „Das ist ein guter Tag für den Modellflug“, so DAeC-Vizepräsident Gunter Schmid.

Die vom Bundesrat verabschiedeten Auflagen bedeuten im Kern eine Rückkehr zu dem im Herbst 2016 von den Interessenverbänden ausgehandelten Kompromiss. Dieser sah vor, dass Steuerer von Flugmodellen auch außerhalb von zugelassenen Modellfluggeländen höher als 100 Meter fliegen dürfen – sofern sie einen besonderen Kenntnisnachweis erbringen können. Im Januar hatte das Verkehrsministerium diesen Kompromiss aufgekündigt und wieder einen 100-Meter-Deckel ins Spiel gebracht. Begründet wurde dieser mit Interessen der Bundeswehr bei Tiefflügen.

Nun liegt es an der Bundesregierung, den Auflagen des Bundesrates zuzustimmen. Geschieht dies nicht, bliebe es bei der aktuell gültigen Regelung und die Verordnung wäre gescheitert. „Bei aller Freude über diesen wichtigen Erfolg für alle Modellflieger in Deutschland vergessen wir nicht, dass wir noch nicht am Ziel sind”, blickt DMFV-Präsident Hans Schwägerl voraus. „Denn auch wenn wir in Deutschland auf einem guten Weg sind dürfen wir nicht vernachlässigen, dass auch auf europäischer Ebene Gefahren für unser Hobby drohen. Diesen konsequent entgegenzutreten wird auch weiterhin unsere Aufgabe sein.” 

 

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