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Donnerstag, 19.12.2019 von Bernd Lewerenz Tiger Moth mit Benedini Soundmodul

In der FMT 05/2019 hatte ich das Soundmodull TBS Mini V1 von Thomas Benedini beschrieben. Damals noch in meinem Berliner eingebaut, ist nun sein eigentliche Bestimmungsort, nämlich die Tigermoth von Practical Scale, fertig gestellt. Toni Clark hatte das Modell seinerzeit für einen 15 cm³ Viertakter konstruiert. Somit mussten für den Elektro-und Soundbetrieb einige Änderungen während des Rohbaus durchgeführt werden.

 

Die Vierkanthölzer des Motorträgers wurden abgesägt und auf der nun planen Oberfläche des Motorspantes vier Gewindestangen mit einen Durchmesser von 4 mm mittels Einschlagmuttern befestigt. Darauf konnte der Motor, ein Hacker A50-12L V4, im korrekten Abstand zur Austrittsöffnung der Motorhaube befestigt werden. Die Haube selbst wurde rechtsseitig ausgeschnitten und das so entfernte Teil mittels zwei Ruderscharnieren wieder befestigt. In den Motorspant schnitt ich eine Öffnung für den Flugakku. Zum Wechsel auf dem Flugfeld wird nun einfach der bewegliche Teil der Motorhaube hochgeklappt, der Flugakku, ein 6s-5000-mA von SLS, eingeschoben und gesichert.Eine einfache und schnelle Sache.

 

 

Für die beiden Lautsprecher des Soundmoduls schnitt ich im vorderen Teil des Rumpfes sowohl eine seitliche wie auch eine Öffnung nach unten. Dadurch sollte der Sound gleichmäßig abgestrahlt werden. Die Positionierung im vorderen Teil erwies sich jedoch später beim Auswiegen des Schwerpunktes als Grund, sich in den Allerwertesten zu beißen. Weil das Modell inzwischen nämlich schon bespannt und lackiert war, mussten 150 g unnötiges Gewicht am Rumpfende befestigt werden. Man sollte also vorher solche Dinge sorgfältig überprüfen. Mit einem Gesamtgewicht von 5800 g liegt die Tigermoth zum Glück aber noch im zulässigen Rahmen.

Beim Berliner sorgte ein 4s-450-0mA-Akku für die Stromversorgung des Soundmoduls. Nun standen 6s, also 7,2 Volt mehr zur Verfügung.Damit sollte auch die Lautstärke entsprechend höher sein. So ausgerüstet, ging es auf das heimische Flugfeld. Das Modell hatte ich natürlich vorher schon ohne Soundmodul eingeflogen

Fliegen mit Soundmodul

Schalter am Sender nach vorne und wieder zurück, der „Gipsy 3" der Tigermoth springt knatternd an und läuft im Leerlauf. Schon jetzt macht sich durch den 6s-Akku eine deutlich höhere Lautstärke bemerkbar. Also Vollgas und los. Flugkamerad Franz Josef Mayer verfolgt den Start mit seiner Kamera und ist hellauf begeistert. Ein toller und naturgetreuer Sound begleitet die Tigermoth beim Abheben. Auch in größerer Entfernung ist der Gipsy 3 noch deutlich zu hören. Die anwesenden Kameraden schauen, oder besser gesagt hören, gebannt zu. Nach 7 Minuten leite ich die Landung ein, die Tigermoth setzt sanft auf und rollt aus.Schalter wieder vor und zurück und der Motor geht nach einem letzten naturgetreuen Nachzünden aus. Flugkamerad Dieter springt erschrocken zur Seite, als ich mit dem Stickschalter den MG-Sound aktiviere. Ein Gag, aber im Grunde genommen unpassend für meine „zivile“ Tigermoth. Die Kombination A50-12L A4, Drehzahlsteller X75/Opto Pro, beide von Hacker sowie einer APC-Luftschraube 17×10, erlauben Flugzeiten von etwa 7- 8 Minuten.Dabei fließen am Boden bei Vollgas 66 Ampere.Der Stromverbrauch des Sounmoduls macht sich also nicht nennenswert bemerkbar. Dabei beträgt die Restkapazität des 6s-5000-mA noch ca 25%.

Zusammenfassung: Der Einbau des Soundmoduls hat das Modell deutlich aufgewertet. Die Aufmerksamkeit der Zuschauer ist einem sicher.

 

 

 

 

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