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Freitag, 28.02.2020 Wie geht es weiter?

Die wenigsten Modellflieger haben das Glück, direkt an einer großen Wiese zu wohnen, auf der sie fliegen können. Somit ist zuerst immer die Frage zu klären: wie komme ich zum Flugplatz? Klar, wer ein Auto hat, hat diese Frage bereits beantwortet. Aber es geht auch mit einem Fahrrad oder mit einem Rucksack.

Ansonsten braucht es zum Modellfliegen nicht viel. Sonnenschutz mit Hut und Sonnencreme ist selbstverständlich. Für den Fall der Fälle ist etwas Werkzeug und Klebstoff sinnvoll. Schraubendreher, ein scharfes Bastelmesser, der zum Modell passende Klebstoff sowie etwas Tesafilm sollten in der „Erste Hilfeausrüstung“ enthalten sein.

 

Versicherung

Zum Modellfliegen benötigt jeder eine spezielle Haftpflichtversicherung. Gleichgültig ob ein Flugmodell mit oder ohne Fernsteuerung betrieben wird und unabhängig von der Größe des Modells, muss eine entsprechende Haftpflichtversicherung - vergleichbar mit einer Kfz-Haftpflichtvers. – abgeschlossen werden.

Dies schreibt die Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO) § 102 vor. In seltenen Fällen deckt dies die private Haftpflicht ab. In diesem Fall ist aber ganz dringend zu empfehlen, die Versicherung anzuschreiben und eine schriftliche Bestätigung einzuholen, dass der Modellflug abgedeckt ist und bis zu welcher Größe von Modellen und für welche Antriebsart diese Zusage gilt.

In der Regel wird man aber eine Versicherung bei einem der Modellflugverbände abschließen. Will man den Modellflug erst einmal nur probieren, bietet zum Beispiel der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) eine kostenlose Probemitgliedschaft mit der Dauer von einem viertel Jahr an. Ein solcher Mitgliedsausweis ist der Nachweis für die abgeschlossene Modellflug-Haftpflichtversicherung.

 

Modellflugverbände

DMFV: Deutscher Modellflieger Verband e.V., www.dmfv.aero
DAeC: Deutscher Aero Club e.V., www.daec.de/sportarten/modellflug
MFSD: Modellflugsportverband Deutschland e.V., www.mfsd.de
OAeC: Österreichischer Aeroclub, www.aeroclub.at
OMFV:  Österreichischer Modellflieger-Verband, www.omfv.at
AeCS: Aero-Club der Schweiz, www.aeroclub.ch

           

Fluggelände

Das ideale Fluggelände ist eine große hindernisfreie Wiese. Sie sollte in etwa eine Ausdehnung von 300 bis 400 m in beide Richtungen haben. Zum Fliegen mit einem Flächenflugmodell (Flugzeug) wird diese Größe bei weitem nicht benötigt. Dazu würde schon ein Areal von 200 × 200 m ausreichen. Jedoch sollten mindestens auf der Seite, von der der Wind kommt, möglichst keine Bäume, Büsche oder Bauwerke stehen. Durch diese würde der Wind stark verwirbelt und dadurch die Landung erschwert werden. Eine leichte Hanglage darf es gerne auch sein. Jedoch sollte der Wind dann den Hang hinauf wehen.

Auf jeden Fall benötigt man die Genehmigung durch den Grundstücks-Eigentümer. Diese wird auch dann benötigt, wenn man sich zum Beispiel auf einem Feldweg aufhalten möchte. Auch der Feldweg hat einen Eigentümer und das ist oft die örtliche Gemeinde.

Ganz wichtige Einschränkungen sollte jeder kennen: Der Modellflugbetrieb ist im Umkreis von 1,5 km um Flugplätze generell untersagt. Beim Betrieb von Flugmodellen, die durch Verbrennungsmotoren angetrieben werden oder ähnlich laut sind, muss man von Wohngebieten einen Abstand von 1,5 km einhalten. Es ist auch selbstverständlich, dass man nicht dort fliegt, wo sich Menschen oder Tiere unterhalb des Flugraums aufhalten.

All diese Genehmigungsfragen muss man nicht mehr selbst klären, wenn man sein Modell auf einem Modellflugplatz fliegt. Viele Vereine verlangen in den ersten Monaten keinen Mitgliedsbeitrag. So kann man sich zuerst einmal gegenseitig „beschnuppern“. Voraussetzung ist aber das Vorhandensein einer Modellflug-Haftpflichtversicherung.

 

Wo finde ich Hilfe?

Bei den ersten Flügen ist die Unterstützung durch einen erfahrenen Modellflieger sehr hilfreich. Eine Kontaktaufnahme mit dem nächstgelegen Modellflugverein ist sinnvoll.

 

Einen Verein finden

Ein umfangreiches Adressverzeichnis von Modellflugvereinen findet man auf der Homepage des DMFV – Deutscher Modellflieger Verband e.V. Vereinsadressen kann man oft auch beim örtlichen Fachhändler erfragen oder findet sie beim Studium von Veranstaltungshinweisen. Die Fachzeitschrift FMT hat dazu auf ihrer Homepage eine sehr umfangreiche Liste: https://www.vth.de/fmt

 

Flugshows

Der Besuch einer Modellflug-Veranstaltung ist an sich schon ein unterhaltsames und spannendes Erlebnis. Bei dieser Gelegenheit kann man auch das Gelände erkunden, erfahren wie rege der Verein ist und erste Kontakte herstellen.

 

Messen

Auf regelmäßig stattfindenden Modellbaumessen informieren die Herstellerfirmen über ihr Produktsortiment. Viele Mitmach- und Bastelaktionen bieten hier die Möglichkeit, das Modellfliegen kennenzulernen.

Die Zeitschrift FMT bietet auf ihrer Homepage eine Übersicht über die Termine sämtlicher Modellbauveranstaltungen: https://www.vth.de/

 

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