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Donnerstag, 20.08.2026 Hall of Fame – Teil 3

Jeder Modellflieger hat das ein oder andere Lieblingsmodell. Vielleicht ist es ein Segler, mit dem man seit vielen Jahren jeden Feierabend fliegen geht. Vielleicht ist es ein nagelneuer Jet, der unglaublich leistungsstark ist. Oder vielleicht ist es ein Warbird mit einem besonders gelungenen Finish. Wir wollten wissen, wie die Lieblingsmodelle der Early-Birds-Jugend aussehen, und haben nachgefragt. Viele schöne Einsendungen haben uns erreicht – in der FMT 6/2026 und 7/2026 haben wir schon unglaubliche Modelle gesehen, heute gibt es den Abschluss unserer Hall of Fame!

 

Beinahe alle Sparten des Modellflugs

Drei Einsendungen haben uns von der FMG Nördlingen erreicht – doch das reicht bereits, um beinahe alle Sparten des Modellflugs abzudecken. Den Anfang macht Nils, der Thermik und F-Schlepp gleichermaßen genießt: „Mein Lieblingsflieger ist die ASW 19 (Bild 1). Mit ihrem aerodynamischen Design gleitet sie stabil durch die Luft und hat eine tolle Leistung für ausgedehnte Thermikflüge. Wir trainieren damit am Platz F-Schlepp, in dieser Sparte bin ich im Verein der jüngste Pilot.“

Erik und Letician haben beide eine Calmato vom gleichen Flohmarkt mitgenommen, haben aber beide etwas ganz anderes damit gemacht – Bild 2. „Zwei gute alte Calmato Sport haben auf dem Buchdorfer Modellbauflohmarkt neue Besitzer gefunden. Der linke von Erik wird mit Methanol betrieben, der rechte von Letician wird elektrisch geflogen. Wir bringen die Modelle jetzt auf Vordermann und freuen uns auf viele, schöne Flugerlebnisse mit unseren neuen Modellen.“

Bild 01

Bild 1

 

Bild 02

Bild 2

 

Ein Modell für die Ewigkeit

Tabea (16), von der MFG Aspach, hat zusammen mit ihrem Mentor Björn eine 85“ Extra 330 elektrisch auf/umgebaut – Bild 3. Tabea ist mit dem perfekt gebauten Flieger superglücklich: „Beim Bau meiner Extra ging es darum, einen Flieger für die Ewigkeit zu bauen. Alles fing damit an, dass wir online ein sehr gutes Angebot gefunden haben und Björn, meine Mama und ich nach Leipzig gefahren sind. Der Flieger war in einem super Zustand, dennoch mussten wir nachträglich die ganze Technik umbauen und auf Jeti umrüsten. Erstmal wurden alle Kabel ausgetauscht und so eingebaut, dass man quasi nichts davon sieht und daraufhin die Jetibox, die drei Empfänger und ein Lüfter eingebaut. Passend zum Lüfter wurden auch noch Lufteinlässe aus der Verpackung vom Spinner gebastelt, die Björn in einem schönen schimmernden Grauton lackiert hat. Eine Besonderheit an dem Modell ist, dass wir sie elektrisch gebaut haben, was nicht so typisch ist für einen 85“-Flieger. Ich bin unglaublich dankbar für die vielen Stunden, die Björn mit mir in den Flieger investiert hat – ich konnte dabei sehr viel lernen. Die ganze Arbeit hat sich absolut gelohnt, denn das Modell hätte nicht perfekter werden können! Ich freue mich auf die kommende Saison, inklusive Flugfeste und vor allem zahlreichen Flugtage!“ Björn selbst kann uns auch etwas zum Modell sagen: „Besonderheiten von Tabeas Flieger? Da gibt es viele Vor allem ist es aber so gebaut, dass eine junge Dame mit langen Nägeln alles einstecken kann, ohne Kabel oder Stecker abzureißen.“

Bild 3

 

Das Jugendmodell schlechthin

Jugendleiter Thomas Stier erzählt uns außerdem, welches Modell sich als das Jugendmodell für die Bausaison des bei der MFG Aspach schlechthin etabliert hat: „Der Buschtrottel wird bei uns jetzt in der dritten Saison als Winter-Bauprojekt angeboten. Es ist ideal als erstes selbst gebaute Modell und besitzt gutmütige Flugeigenschaften. Das Superboard ist kaum kaputt zu kriegen, so können die Kids sich auch mal was trauen. Der Buschtrottel macht sich auch gut als Quatsch-Flieger, zum Beispiel für Fuchsjagd oder „Aircombat-Light“ (Bild 4). Und dann gibt es denn Rudel-Effekt: Es macht super Spaß, mit mehreren Trotteln gleichzeitig in der Luft zu sein, auch wenn es mal kracht… aber selbst die Karambolage hatte außer einem fehlenden Stückchen Rad keine Folgen.“

Bild 04

Bild 4

 

Teamwork unter Fortgeschrittenen

Für die Fortgeschrittenen gab es aber auch ein anderes Winterprojekt – ein Modell aus dem VTH-Bauplanprogramm. Thomas Stier: „Wir haben lange überlegt, ob wir uns trauen die Spitfire Mk.XIV von Timo Starkloff als Winter-Bauprojekt anzubieten. Es ist sportlich, vor allem wegen der vielen Schleiferei, aber jetzt fliegen die beiden ersten schon, und die restlichen vier sind in der Fertigstellung – Bild 5. Die Spit ist für die Fortgeschrittenen und macht riesig Spaß, wenn man sich mal daran gewöhnt hat, einen flotten Warbird zu fliegen. Eine Besonderheit: Paul fliegt gerne flott, baut aber nicht so gerne, Pauline, seine Schwester, mag es mehr gemütlich, baut aber sehr gerne. Also baut sie ihrem Bruder eine Spitfire. Ratet mal, welches Leitwerk Pauls Flieger bekommt... (Bild 6)“

Zur Spitfire geht es hier.

Bild 5

Bild 5

 

bild 6

Bild 6

 

Das Ende einer Serie

Nach drei FMT-Ausgaben haben wir unsere „Hall of Fame“ endlich beendet. Ich finde die Anzahl der Einsendungen und die vielen unterschiedlichen Modelle zeigen, wie aktiv unser Modellflug-Nachwuchs sein kann! Vielen Dank an dieser Stelle an alle Jugendleiter, die solche Projekte überhaupt erst ermöglichen, und auch an die Firmen, deren Förderung an der ein oder anderen Stelle sicher große Hilfe geleistet hat!

 

Logo "Early Birds" des FMT-Jugendförderprogramms.

Beitrag von Evan Nodell,
FMT-Redaktion
Ausgabe: FMT08/2026

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