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Flugmodellbau mit Holz

Mittwoch, 14.02.2018 Welcher Baukasten ist der Richtige?

Für den Einsteiger eignen sich natürlich Modelle, die schnell gebaut, robust und leicht zu fliegen sind. Auch heute noch kann man solche Modelle empfehlen, die nur mit Seiten- und Höhenruder gesteuert werden.

Aber auch ein gutmütiges Modell mit Querrudern kann geeignet sein. Es kostet wegen der zwei zusätzlich nötigen Servos aber etwas mehr. Je größer das Modell, umso besser wird es fliegen und man sieht es auch auf größere Distanz noch gut.

Allerdings sind größere Modelle schwerer und bei harten Landungen etc. sind hier schneller Schäden zu befürchten als bei kleineren und leichteren Modellen. Ein guter Kompromiss ist ein Modell zwischen 1,2 und 2m Spannweite, das dann etwa zwischen 400 und 800g wiegen sollte.

Wie muss ein Baukasten für Anfänger aussehen?

Tragflächen

Wer ganz von vorne anfängt, der sollte sich eines der bewährten Modelle holen, die schon lange auf dem Markt sind. Ganz einfache Modelle haben eine Tragfläche mit Jedelsky-Profilaufbau und entweder Flächen mit Mittelteil und angeklebten „Ohren“ oder eine an sich schon starke V-Form der beiden Flächenhälften. Denn nur so kann man mit dem Seitenruder alleine schöne Kurven fliegen.

Jedelsky-Flächen bedeuten, dass man die Flächen sehr leicht bauen kann, ohne dabei große Fehler machen zu können. Je nach Konstruktion werden nur ein paar Rippen unten auf ein Balsabrettchen geklebt. Neuere Modelle dieser Art arbeiten mit präzise gefrästen Profilen, die in wenigen Schritten zusammengeklebt werden und am Ende dank ein paar Hilfen auch einwandfrei gerade sind. Denn darauf kommt es an.

Jedelski-Tragflächen sind einfach zu bauen

Jedelsky-Tragflächen sind einfach zu bauen

Etwas anspruchsvoller sind Tragflächen, die aus Holmen und Rippen zusammengesetzt werden. Doch auch davor braucht man keine Angst zu haben, denn Einsteigermodelle sind so einfach aufgebaut, dass man das auch meistert, wenn man noch nie zuvor ein Modellflugzeug gebaut hat.  Die meisten Modelle dieser Art werden am Ende mit Folie bespannt. Auch das ist nicht schwierig, aber die Hilfe eines erfahrenen Modellfliegers schadet nie. Die Tragflächen werden auf dem Rumpf mit Gummiringen oder Nylonschrauben befestigt.

Auch Tragflächen mit Rippen und Holmen sind dank weit vorgefertigter Baukästen für Einsteiger geeignet.

Das Bespannen einer Tragfläche ist nicht schwierig.

Rumpf

Der Rumpf von Einsteigermodellen ist einfach aufgebaut. Er wird aus Leisten, Spanten und Beplankungsmaterial zusammengebaut. Er sollte Platz haben für Servos ab etwa 8g aufwärts, denn noch kleinere Servos sind recht empfindlich. Ganz vorne kommt der Flugakku rein, dahinter folgen je nach Konstruktion Servos und Empfänger. Ganz vorne ist meist noch eine Ballastkammer vorgesehen, damit man den Schwerpunkt richtig einstellen kann.

Leitwerke

Die Leitwerke sind zumeist aus 2-3mm dicken Balsabrettchen aufgebaut oder sie werden aus Leistchen zusammengeklebt und anschließend bespannt. Normalerweise haben Einsteigermodelle ein normales Kreuzleitwerk. V-Leitwerke erfordern bereits Fernsteuerungen mit V-Leitwerksmischer. Seiten- und Höhenruder werden auf dem Rumpfende verklebt oder geschraubt.

 

Ausrüstung

Für die meisten Einsteigermodelle genügen 2-4 Micro- oder Miniservos. Größere Modelle nehmen auch Standardservos auf, die extrem robust und preiswert sind. Die Anlenkung der Ruder wird mit Bowdenzugröhrchen und dünnem Stahldraht oder mit kurzen dickeren Stahldrähten realisiert. Wichtig sind hier stabile, einfache und spielarme Anlenkungen.

Mein Tipp: Selbst wenn Sie schon eine Schaumwaffel besitzen und damit gut zurechtkommen. Probieren Sie es mit einem richtigen Holzbaukasten. Das Gefühl, am Ende ein selbst gebautes Modell zu fliegen ist unschlagbar. Versprochen!

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