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Mittwoch, 03.05.2017 Kennzeichnung von Flugmodellen

Ab 1. Oktober 2017 müssen alle Flugmodelle mit einem Gewicht größer 250 g mit Namen und Anschrift des Eigentümers gekennzeichnet werden. Aufgrund zahlreicher Nachfragen hat der DMFV eine Interpretation des Gesetzestextes veröffentlicht. In der Verordnung heißt es: „(3) Der Eigentümer eines Flugmodells oder eines unbemannten Luftfahrtsystems mit jeweils einer Startmasse von mehr als 0,25 Kilogramm, eines unbemannten Ballons oder Drachens mit einer Startmasse von mehr als 5 Kilogramm sowie eines Flugkörpers mit Eigenantrieb muss vor dem erstmaligen Betrieb an sichtbarer Stelle seinen Namen und seine Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Fluggerät anbringen.“ Der DMFV erläutert: Was bedeutet „feuerfest“? Eine genaue Definition dazu, bei wie viel Grad Celsius und über welchen Zeitraum das Schild ein potenzielles Feuer überleben muss, gibt es nicht. Mit „feuerfest“ soll hierbei ausgedrückt werden, dass das Bekleben mit leicht brennbaren Materialien wie Papier-, Papp- oder Plastikaufklebern nicht konform ist. Sicherlich ist es richtig, dass bei dauerhaften hohen Temperaturen auch Aluminium-Schilder irgendwann nicht mehr der Hitze standhalten können. Für die im Modellflugbetrieb üblichen Feuerquellen sind beispielsweise die im DMFV-Shop angebotenen Aluminium-Schilder jedoch absolut ausreichend.  Was bedeutet „dauerhafte Anbringung“? Das Schild muss so fest mit dem Modell verbunden sein, dass es nicht von alleine abfallen kann. Auch muss es so angebracht sein, dass es nicht ohne Weiteres abgenommen und an einem anderen Modell montiert werden kann. Die Befestigung mit Klettband erfüllt diese Anforderung beispielsweise nicht. Mögliche Befestigungsmethoden sind Schrauben, Nieten, geeigneter Kleber oder starke doppelseitige Klebepads. Das Ganze muss jeweils so ausgeführt sein, dass der Untergrund das Schild auch hält. Nieten in Balsaholz sind daher genauso ungeeignet wie ein Klebepad auf einem verölten Rumpf. Für die Befestigungsmethode selbst gilt nicht die Auflage, dass sie feuerfest sein muss. Wo ist das Schild im Modell „sichtbar“ platziert? Die Kennzeichnung muss es einem potenziell Geschädigten ermöglichen, schnell und ohne weiteren Aufwand den Eigner des Modells herauszufinden. Das Schild kann also entweder irgendwo im Außenbereich des Modells angebracht werden oder aber beispielsweise hinter einer Scheibe im Cockpit. Nicht ausreichend ist es, wenn man zum Beispiel zunächst eine Klappe/Abdeckung entfernen muss, um das Schild zu finden. Die Größe des Schilds sollte so gewählt sein, dass es möglich ist, das Schild mit bloßen Augen zu entziffern (gegebenenfalls mit alltagsüblichen Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen).    Die FMT-Redaktion wird der Frage nachgehen, ob die im Gesetzestext beschriebene "Sichtbarkeit der Kennzeichnung" eine Montage im Außenbereich zwingend erfordert. Die Anforderung würde, unter anderem bei der Montage an Scale-Modellen, F3Klern und Wettbewerbsseglern (F3J/F5J/F3F...), erhebliche Probleme bereiten. Mit den VTH-Kennzeichnungsschildern gehen Sie in jedem Fall jetzt schon auf Nummer sicher.   5 Schilder 10 Schilder 15 Schilder    

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Dienstag, 04.04.2017 Mitmachen: EasyGlider Competition

Multiplex hat einen neuen Jedermann-Funwettbewerb ins Leben gerufen: EasyGlider Competition. Bei diesem Markenwettbewerb können sich alle EasyGlider-Piloten mit anderen völlig unkompliziert messen und dabei viel Spaß haben. Zugelassen sind alle EasyGlider (Electric, Pro, Blue Edition, 4), die nach Bauanleitung gebaut wurden. Nachträgliche Verstärkungen sind nicht erlaubt, die Flügel müssen im Originalzustand sein. Das Maximalgewicht beträgt 1.150 g. Draußen oder online Mitmachen kann man draußen bei teilnehmenden Modellbaufachhändlern. Die aktuelle Terminübersicht steht unter: http://eg-competition.multiplex-rc.de/termine . Oder sogar online mit dem kostenlosen Simulator Multiflight, den es hier gleich zum Download gibt: http://eg-competition.multiplex-rc.de/online Die Aufgabe... ... bei der EasyGlider Competition lautet: Zeitfliegen (maximal 30 Sekunden Steigflug und exakt 90 Sekunden reine Segelflugzeit), dann Ziellanden. Bei der Online-Competition beträgt die Segelflugzeit 45 Sekunden. Die eingetragenen Teilnehmer machen ein bis drei Trainingsdurchgänge. Im Anschluss werden drei beziehungsweise fünf gewertete Durchgänge gestartet. Bei drei Durchgängen gibt es einen Streichdurchgang, bei fünf Durchgängen gibt es zwei Streichdurchgänge. Die Anzahl der Durchgänge richten sich nach der Teilnehmerzahl. Großes Finale am 23./24. September Der Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl ist dann der Tagessieger und wird zum großen Multiplex-Finale des Wettbewerbs eingeladen. Das findet statt am 23./24. September 2017 von 10 bis 16.00 Uhr auf dem Flugplatz Mühlacker. Übrigens: Bei den teilnehmenden Modellbaufachhändern gibt es exklusive Competition-EasyGlider-Sets, die nirgends sonst im Handel zu bekommen sind.

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Freitag, 31.03.2017 Hilfe, mein Akku bläht - die Gründe und die Lösung

Sie kennen das wahrscheinlich: Ein LiPo hat mal wieder dicke Backen bekommen. Egal von welchem Hersteller, egal welcher Typ: Mal bleiben sie jahrelang schön eckig und mal sehen sie schon nach kurzer Zeit aus, als ob sie bald einen kleinen Akku (oder mehrere) gebären wollten. Aber was steckt wirklich hinter diesem Phänomen?   Zum Glück werden FMT-Autoren regelmäßig intensiv geschult und nehmen auch an Exkursionen Teil, so wie die zweiwöchige Weiterbildung Anfang 2017 in die Provinz Lipo-Xieng in China. Dort sind einige der größten Modellbauakku-Hersteller heimisch. Wir besuchten den größten Hersteller Kat-Ho-Den, den viele unter den Produktnamen Powerhouse, Lipowonder oder BlueCurrent kennen. Und dort erfuhren wir aus erster Hand, warum LiPos in Wirklichkeit öfter mal dicke Backen bekommen – und was dagegen unternommen wird. Sauberkeit steht an erster Stelle   Am Herstellungsprozess liegt es nämlich nicht, wie wir uns vor Ort versichern konnten. Die LiPos werden – wie von Halbleitern bekannt – in Reinräumen hergestellt. Dort wird täglich mit verdünnter Salzsäure gewischt, gelüftet und die Angestellten werden jeden Tag händisch auf extreme Sauberkeit kontrolliert. Dass hier Verunreinigungen in das in den Akkus enthaltene gelartige Gemenge kommen könnten, ist extrem unwahrscheinlich. Nun muss man wissen, dass die Chemie der LiPo-Akkus sehr empfindlich auf Verschmutzungen reagiert. Und natürlich hat es sich auch bei den Herstellern herumgesprochen, dass in der Praxis beim Kunden, also bei uns Modellfliegern, immer wieder geblähte Akkus auftauchen. Kaum einer wird das nicht schon erlebt haben: Es beginnt meist mit einer leichten Anhebung des Schrumpfschlauchs auf den Zellen. Mit jeder Entladung und Ladung aber wird es schlimmer. In vielen Fällen so schlimm, dass die Akkus nicht mehr in das vorgesehene Flugzeug passen. Der Herstellungsprozess wurde also penibel unter die Lupe genommen, aber keine sichtbaren Mängel traten auf. Zunächst Ratlosigkeit. Praxis-Simulation Doch dann wurden gezielt einzelne Akkus aus der Produktion genommen und mehreren Lade- und Entladezyklen unter kontrollierten Bedingungen unterzogen. Nach dieser Praxissimulation wurden die Akkus kontrolliert geöffnet (bitte nicht nachmachen, dazu braucht es geschulte Experten und Spezialausrüstung) und der Inhalt mikroskopisch und chemisch untersucht. Es fanden sich erstaunlicherweise etliche Feinst-Partikel, die vorher definitiv nicht enthalten waren. Das Problem war eingegrenzt. Die Verschmutzung musste also zwingend durch den Ladevorgang verursacht worden sein. Nun wissen wir ja, dass der elektrische Strom an sich klinisch rein ist. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Stichwort Elektrosmog. Anscheinend kann Strom nämlich in besonderen Fällen zwischen den Elektronen Partikel anlagern, wenn diese nur fein genug sind. Und da taucht das auf, was wir hier in Stuttgart schon seit Langem kennen: Feinstaub. Dieses Problem ist für viele Stadtbewohner nicht nur hier im Süden Deutschlands, sondern auch in anderen Großstädten und natürlich in China ein ständiger Begleiter. Schnell wurde dies durch Analysen der Partikel im LiPo-Gel bestätigt. Auch Strom muss sauber sein Doch wie kommen diese Feinstaubpartikel in den Strom, mit dem wir unsere Akkus laden? Das war lange ein Geheimnis. Aber die findigen chinesischen Wissenschaftler fanden schnell heraus, woran es lag. Der wissenschaftliche Leiter des Labors in LiPo-Xieng, Dr. Ko-Cam, zeigte mir Fotos von Hochspannungsleitungen, wie sie überall verwendet werden. Diese leiten den Strom völlig unisoliert und ungeschützt auch durch ganz Deutschland. Dem wurde bislang keine Bedeutung beigemessen. Aber dort werden die Partikel, verursacht und anscheinend beschleunigt vor allem durch die extrem hohen Spannungen, die der Transport in Überlandkabeln erfordert, geradezu magnetisch angezogen und einige davon bleiben nach dem Zufallsprinzip zwischen den Elektronen hängen. Heissenberg und LiPos? Eigentlich ist dieser Effekt schon lange bekannt. Heissenberg beschrieb schon in den 30ern, was passiert, wenn man stromführende Kabel ungeschützt Partikeln aussetzt. Die damals wenig beachtete Heissenbergsche Elektronenadhesion (ein Teil seiner Theorien zur Elementarteilchenphysik) wird heute im Physikunterricht an jeder chinesischen Grundschule erörtert (leider nur dort). Doch erst seit die industrielle Revolution Feinstaub in großen Mengen produziert und seit es LiPos gibt, kommt dieser Effekt zum Tragen. Wie so oft eine Verquickung von Parametern, die einzeln völlig bedeutungslos wären. Was tun? Glücklicherweise haben die chinesischen Ingenieure in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofener-Institut für Partikelforschung (FHI-Fine Particles Division) bereits ein Gerät entwickelt, das diesen Effekt aus der Welt schafft. Die Anwendung ist verblüffend einfach: Das handliche Gerät wird einfach zwischen Akku und Ladegerät eingeschleift. Bitte immer den Pluspol verwenden, am Minuspol funktioniert es durch die reverse Polarität zwangsläufig nicht. Dort filtert es alle Verschmutzungen heraus und versorgt so den Akku mit Reinstrom. Es genügt, wenn man es etwa halbjährlich demontiert und mit Druckluft ausbläst (bitte stets im Freien durchführen, Feinstaub ist auch für Menschen gesundheitsschädlich). Bei unserem Besuch in China haben wir selbstverständlich für interessierte FMT-Leser einen großen Teil der ersten Charge des neuen Geräts gesichert. Es kann unter dem Namen LRD ( L iPo R escue D evice) ab 1. April 2017 unter der E-Mail-Adresse fmt@vth.de bestellt werden. Damit sollten blähende Akkus der Vergangenheit angehören. Ein weiterer wichtiger Schritt nach vorn, der auch die Energiewende in Deutschland und der Welt beeinflussen wird. Und wir Modellflieger haben von Anfang an maßgeblich Teil daran. So muss es sein, gell? Werner Baumeister Klein, aber oho: Das Lipo Rescue Device ist vielleicht klein, leistet aber Großartiges. Der nötige Anschlussadapter wird mitgeliefert.    

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Montag, 13.02.2017 von Sven Römmele Impressionen Modelltech Sinsheim 2017

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